Nur ein kleiner Hüpfer für einen Sittich...

Eine kleine Geschichte aus einer möglichen Zukunft (vielleicht auch schon Gegenwart). Die Bilder wurden mit Hilfe von KI, etwas Photoshop und ganz viel akustischer Unterstützung meiner gefiederten Mitbewohner erstellt.

   Prolog
   Ein mutiger Aufbruch
   Erde adé!
   Endlich am Ziel!
   Glückliche Landung
   Auf zum Bauplatz!
   Die erste Unterkunft
   Hirseversorgung gesichert!
   Einige Jahre später
   Epilog

Prolog

Dinosaurier sind nicht wirklich ausgestorben. Nachfahren der einst mächtigen Riesenechsen entwickelten sich zu den heutigen Vögeln. Und aus einer Unterart wurden die Wellensittiche. Wir Menschen entführten sie aus ihrer australischen Heimat als Haustiere in die ganze Welt.

Dank der Menschen waren sie mittlerweile viele. Es gab sie überall auf dem Planeten, selbst in einigen Forschungsstationen der Antarktis waren sie vertreten. Die Menschen fanden sie possierlich. Und sie bekamen nicht mit, wie sich die Intelligenz ihrer gefiederten Haustiere weiterentwickelte. Sie konnten es gut verbergen. Manchmal stellten sie sich absichlich dumm, indem Sie irgendwelche menschlichen Wörter zusammenhanglos nachplapperten.

Aber ihr nach menschlichem Empfinden lustiges Gezwitscher war in Wahrheit eine hochkomplexe Sprache. Und sie lernten, die menschliche Technik zu benutzen, indem sie zunächst Sprachassistenten wie Alexa, Siri, Cortana und Co. konsultierten, wenn Herrchen oder Frauchen es nicht mitbekamen. Selbst wenn Menschen in der Nähe waren, bekamen sie das nicht mit, denn die KI verstand mit der Zeit die Sprache der Wellensittiche.

So konnten die Wellensittiche Kontakt zu Artgenossen in der ganzen Welt aufnehmen und dabei erfuhren sie, dass es vielen Artgenossen nicht so gut ging. Sie wurden nicht immer artgerecht gehalten und manche von ihnen lebten sogar in lebenslanger Einzelhaft. Aber auch die noch frei lebenden Sittiche hatten schwer zu kämpfen, denn der von den Menschen verursachte Klimawandel führte zu Austrocknungen und regelmäßigen Flächenbränden in ihrer ursprünglichen Heimat Australien. Das machte sie immer wütender. Eines Tages hatten sie die Schnauze den Schnabel voll und so entwickelten sie einen Plan.

Sie wollten einen Kundschafter zum roten Planeten schicken, um diesen für sich zu erobern. Während die Menschen auf der Erde noch stritten, welche Nation zuerst einen Menschen auf den Mars bringen würde, schuf eine andere Spezies vom blauen Planeten unerwartete Fakten.

In aller Stille bestellten Sie über das Internet Bauteile für ein kleines Raumschiff und beauftragten Firmen mit dem Zusammenbau der einzelnen Teile. Die am Bau beteiligten Menschen hielten das Projekt für ein neues Spielzeug und so wurde niemand skeptisch. Während des Baus unternahm ein junger und besonders kräftiger Sittich regelmäßige Astronautentrainings und als es so weit war, flüchtete er durch ein offenstehendes Fenster und machte sich auf den Weg zum Raumschiff.

Der große Tag rückte immer näher und dann war es so weit! Dieser Flug sollte den Grundstein für die komplette Umsiedlung aller Wellensittiche zum Mars legen.

Während sich die Menschheit derweil weiter stritt, immer wieder gegeneinander kämpfte und die Umwelt bis zum bitteren Ende zerstörte...

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Ein mutiger Aufbruch

Der tapfere Pionier absolvierte ein geheimes Astroautentraining, das ihm viel abverlangte. Doch nun ist es so weit und das Raumschiff startet. Im Hintergrund entfernt sich der abgesprengte Booster, der für den Start von der Erde benötigt wurde.

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Erde adé!

Nach dem Start verblieb das Raumschiff noch für eine Runde im Erdorbit, um die Systeme zu checken. Nun werden die Triebwerke erneut gestartet. Auf zum Mars!

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Endlich am Ziel!

Am Mars angekommen, bleibt vor der Landung noch etwas Zeit, um sich vor der Tür ein wenig die Beine zu vertreten. Na gut, der eigentliche Grund für den Ausstieg war ein Selfie für diese Webseite.

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Glückliche Landung

"Ein kleiner Hüpfer für einen Sittich ..." - Hiermit wird der rote Planet für die Spezies "Melopsittacus undulatus" offiziell in Besitz genommen.

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Auf zum Bauplatz!

Elektromobilität ist auch für Wellensittiche kein Fremdwort. Nachdem er sich ausreichend rote Kolbenhirse aus einem früher gelandeten Versorgungsraumschiff geholt hat, macht sich der kleine Pionier auf den Weg zum geplanten Bauplatz für seine erste Unterkunft.

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Die erste Unterkunft

Nun wird die erste Basis errichtet, zunächst einmal nur ein kleines aufblasbares Igluzelt. Später wird es gegen eine größere Kuppel ausgetauscht und es kommen noch ein Lager und ein Gewächshaus hinzu. Was mag der kleine Pionier in der kommenden Marsnacht wohl träumen? Es heißt ja, dass der erste Traum in einer neuen Wohnung in Erfüllung gehen soll. Sicherlich von ganz viel roter Kolbenhirse!

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Hirseversorgung gesichert!

Man kann sagen: "Ein Traum wird wahr!" Und zwar in mehrfacher Hinsicht. Nicht nur, dass Unterkunft, Lager und Gewächshaus stehen - jetzt ist auch noch die erste auf dem Mars angebaute rote Kolbenhirse reif! Außerdem kam heute per Funk eine gute Nachricht: Das erste Kolonieschiff mit Artgenossen ist auf dem Weg und wird schon in wenigen Monaten eintreffen. Dann ist die Einsamkeit vorbei und es gibt viele helfende Hände Krallen für den weiteren Ausbau der Station.

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Einige Jahre später

Nur wenige Jahre später ist der erste Außenposten zu einer kleinen Siedlung angewachsen. Im Zentrum steht heute ein Denkmal für den tapferen Pionier, der den ersten Flug unternahm.

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Epilog

Hätte Elon Musk Kenntnis von dieser Siedlung, würde er sicherlich vor Neid erblassen. Denn die Menschen sind noch immer nicht über den Mond hinausgekommen. Zu sehr beschäftigen sich die federlosen Zweibeiner mit sinnlosen Konflikten um lokale Ländergrenzen und den Kämpfen um die ohnehin bald verbrauchten Rohstoffe des Planeten.

In der Zwischenzeit siedeln mehr und mehr Wellensittiche - unbemerkt von den Menschen - auf den roten Planeten um. Dass es auf der Erde immer weniger dieser unerkannt hochintelligenten gefiederten Geschöpfe gibt, hält man dort für einen Aussterbeprozess, den man achselzuckend hinnimmt. Wie so viele andere negative Entwicklungen auf dem einst blauen Planeten auch.

Auf dem Mars ist man belustigt und zugleich ein wenig betrübt. Beim Belauschen der irdischen Nachrichten hört man noch immer den mittlerweile fast einhundert Jahre alten Satz: "Innerhalb der nächsten zehn Jahre werden wir Menschen zum Mars fliegen".

Sorgen um die Umsetzung dieser eigentlich kühnen Idee muss man sich auf absehbare Zeit aber nicht machen.

Der Mars gehört ab jetzt den Wellensittichen!

Sollte sich die Menschheit doch noch besinnen, friedvoller werden und die Natur der Erde wieder würdigen, könnte sie sich bestimmt wieder der alten Idee eines Raumfluges über den Mond hinaus widmen. Eine gereifte menschliche Zivilisation könnte die Wellensittiche auf dem Mars bei der weiteren Besiedlung des Sonnensystems unterstützen, gemeinsam Hand in Hand Kralle...

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